Marketingmöglichkeiten des BR

Eine gut organisierte und durchdachte Betriebsratswahl ist das A und O für eine erfolgreiche neue Amtszeit. Der Betriebsrat ist bereits in der Vorbereitungsphase stark gefragt und sollte eine motivierende Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Eine Betriebsratswahl ist kein „Selbstläufer“. Es müssen zu aller erst die eigenen Reihen mobilisiert werden. Denn: Durch eine hohe Wahlbeteiligung und eine große Anzahl an Kollegen, die für den Betriebsrat kandidieren wollen, werden bereits im Vorfeld wichtige Grundlagen für die Tätigkeit des Wahlvorstands und des zukünftigen Betriebsrats geschafften.
Für einen ausreichenden Rückhalt in der Belegschaft sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden.
Kandidaten gewinnen
Ohne Kandidaten – kein Betriebsrat! Wer also nicht vor einer betriebsratslosen Zeit stehen möchte, sollte rechtzeitig für Interessenten sorgen. Um neue Kollegen für eine Kandidatur zur BR-Wahl zu begeistern, muss der Betriebsrat gute Überzeugungsarbeit leisten. Hat er bereits ein gutes Image im Unternehmen, wird ihm das nicht allzu schwer fallen. In erster Linie ist es wichtig, dass er ausführlich über die Aufgaben, Ziele, Vorteile und Erfolge des Betriebsrats informiert. Denn: Kandidaten zur BR-Wahl sollten sich klar darüber sein, was sie künftig erwartet.
Wahlbeteiligung erhöhen
Eine hohe Wahlbeteiligung zeugt von einem großen Rückhalt bei den Beschäftigten im Betrieb und erhöht die Legitimation der Interessenvertretung. Darum ist es für den Betriebsrat sehr wichtig, möglichst alle Mitarbeiter von der Wichtigkeit eines Betriebsrats und folglich auch von einer entsprechenden Wahlteilnahme zu überzeugen. Hierbei steht, ebenso wie bei der Kandidatengewinnung, die Information der Belegschaft über Aufgaben, Ziele und Erfolge des Betriebsrats im Vordergrund. Auch wer sich selbst nicht um ein BR-Amt bewirbt, spielt eine wichtige Rolle bei der Betriebsratswahl. Wer seinen Wunsch-Kandidaten selbst vorschlagen kann und durch seine Stimme das Ergebnis der Wahl mitbestimmt, der wird in den folgenden Jahren, den BR als „sein“ Gremium ansehen.
Ein guter Rückhalt und sicherer Stand bei den Kollegen erleichtert die späteren Verhandlungen mit dem Arbeitgeber erheblich. Daher lohnt es sich, um jede Stimme zu kämpfen.

Aushang, Flyer, Schwarzes Brett
Die Möglichkeiten, zu informieren und zu motivieren sind vielfältig. Methoden können persönliche Gespräche, aber auch Flyer, ein Newsletter oder andere betriebsübliche Medien sein. Besteht im Unternehmen bereits ein Vorgänger-Betriebsrat, ist die Werbung in eigener Sache sicherlich etwas leichter. Aber auch, wer zum ersten Mal einen Betriebsrat ins Leben rufen will, kann durch Gespräche mit den Kollegen und ein paar kopierte Informationsblätter mit den richtigen Argumenten und dem geeigneten Werbemittel einen starken Eindruck hinterlassen.

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